Finanzielles

10 Fragen zum Thema Geld, die Sie sich stellen sollten

Gitte Härter • 25.10.2010 • email Weiterempfehlen

... und wenn Sie sich diese früher schon einmal gestellt haben, aktualisieren Sie Ihre Antworten heute gleich mal!

Drucken Sie sich den Artikel aus und dann beantworten Sie sich ganz spontan – also ohne großartig nachzudenken – die folgenden Fragen:

1. Sind Sie mit dem Geld, das Sie für Ihre Leistungen verlangen, zufrieden?

O ja
O nein

2. Würden Sie gerne Ihre Preise erhöhen?

O ja
O nein

3. Haben Sie Angst vor der Reaktion bestehender Kunden, wenn Sie Ihre Preise anheben?

O ja
O nein

4. Haben Sie das Gefühl, Sie verkaufen sich unter Wert?

O ja
O nein

5. Fühlen Sie sich von Ihren Kunden oft ausgenutzt?

O ja
O nein

6. Sind Sie schockiert, wenn Sie sehen, was andere aus Ihrer Branche verlangen?

O ja
O nein

7. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, bei dem, was Sie verlangen bzw. glauben Sie, Sie sind überbezahlt?

O ja
O nein

8. Ist Ihr Business in der jetzigen Preisgestaltung überhaupt tragfähig?

O ja
O nein

9. Verdienen Sie gut, strampeln sich aber ohne Ende ab und fühlen sich wie in einem Hamsterrad?

O ja
O nein

10. Fühlen Sie eine regelrechte Sperre, wonach Sie nie mehr als Summe X für Ihre Leistung verlangen würden (z. B. nicht mehr als 100 Euro Stundensatz)?

O ja
O nein

 

Im Laufe der Woche schreibe ich im Blog einige Folgeartikel, wie Sie mit Ihren Antworten weiterarbeiten können.

Geldwoche bei unternehmenskick.de

Alle Beiträge:
Sind Sie mit Ihrem Verdienst zufrieden?
Ist Ihr Business tragfähig?
Würden Sie gerne Ihre Preise erhöhen?
Unter Wert und über Wert
Sind Sie schockiert, was andere so verlangen?
Die innere preisliche Obergrenze (oder sogar Sperre)

 

Sie können diesen Beitrag kommentieren oder ihn an einen Freund oder Bekannten email weiterempfehlen oder Ich lese: 10 Fragen zum Thema Geld, die Sie sich stellen solltenTwitter den Beitrag.

 

Anmerkungen & Kommentare

Von: Manuel Schmöllerl am 25.10.2010
Am interessantesten finde ich die Frage 10. Ich gehe davon aus, dass sich von dieser Frage die Meisten angesprochen fühlen. Oder liege ich falsch?
Von: Silke Bicker am 25.10.2010
Guten Morgen,

Frage 6 und Frage 10 finde ich sehr interessant. Nr. 6 in beiden Richtungen, Preisdumping und zu hoch gehend. Dazu auch zu sehen, in welchen Regionen wird und kann vielleicht auch nicht anders kalkuliert werden.
Grüße, Silke Bicker
Von: Barbara Steldinger am 25.10.2010
Guten morgen, ich finde Frage 8 sehr wichtig. Ich kenne aus meiner Arbeit viele Selbständige, hauptsächlich Frauen, die für ein Taschengeld arbeiten, weil sie sich nicht trauen, anständige Stundensätze zu verlangen. Irgendwie hängen sie immer am Existenzminimum herum.

Da werden dann alle möglichen Argumente ins Feld geführt, warum sie nicht mehr nehmen können. Nur der Hauptgrund, der tief darunter liegt, wird oft nicht selbst erkannt. Der Glaubenssatz der "ich habe es nicht verdient" oder "ich bin es nicht wert" heißen kann oder so ähnlich.

Wenn solche Programme wirken, hilft alles zureden nichts, das muss erst aufgelöst werden. Und dann kann man selbstbewusst genau den passenden Stundensatz verlangen und bekommt ihn auch.
allen eine schöne Woche
Barbara
Von: Sylvia Grotsch am 25.10.2010
Ein wirklich spannendes Thema. Auf die kommenden Beiträge bin ich sehr gespannt.

Ich habe neulich folgendes bei mir festgestellt: Ich wollte eine Stunde Coaching (50 Min) haben, bei einer Frau, die auch Bücher geschrieben hat.

Sie verlangt für die Stunde (50 Min) 120,00 Euro.

Ich habe zurückgerechnet und mich gefragt, ob ich je DM 240,00 für eine Sitzung bezahlt habe. Habe ich nicht.

Und sorry, tut mir leid, die Umstellung auf Euro hat sich verheerend ausgewirkt.

Und ich habe die Stunde nicht gebucht, sondern dachte: Dafür kann ich meine Probleme auch gerne selber lösen.

Zu DM-Zeiten lagen Coaching-Sitzungen bei Nicht-Psychologen (sie hat einen HP-Schein) so zwischen 80 und 120 DM. Letzeres war schon "viel". Klar gab es immer Männer, die zugeschlagen haben, aber das war noch nie meine Messlatte.

Ich sag´s ganz ehrlich: Ich bezahle nicht mehr jeden Preis, auch wenn ich es mir "leisten" könnte. Hier ist bei einigen irgendwas aus dem Ruder gelaufen. Und man muss ja dann auch 3-5 Sitzungen schon veranschlagen .... klar manchmal ist in einer Stunde was geklärt, aber davon bin ich erstmal nicht ausgegangen.

Klar hätte ich auch gerne "Wunschpreise". Aber wie real ist das eigentlich?

Bei jener besagten Frau hätte ich übrigens "sofort" am nächsten Tag einen Termin haben können.

Bei mir müssen die Leute 1-2 Wochen warten .... vielleicht weil ich "bezahlbarer" bin für die Menschen?

Ich denke, man muss eine sehr feinnervige Balance finden zwischen "das möchte ich" (und dass in uns ein auch gieriges Kleinkind lebt, das bei dieser Frage gerne dazwischenquatscht, ist ja bekannt)und dem was Menschenzu bezahlen bereit sind.

Einen wunderschönen Herbsttag wünsche ich!

Sylvia
Von: Amos Ruwwe am 25.10.2010
Frage 1 ist schon die Überleitung für die Frage 5, Kundennutzung. Frau Grotsch ging nicht, weil es zu teuer war.Den Kunden in die Preisgestaltung, die Honorarhöhe, mit einbinden, dass funktioniert bei mir bisher tadellos. Der Kunde weiß was er möchte und er weiß auch was er dafür bezahlen möchte. Der Anbieter hat sein Arbeitsfeld, seine Kompetenz. Also reden wir mal miteinander. Nach einem Orientierungsgespräch, das ist kostenfrei, reden wir über das Honorar.
Wenn ein Handwerksmeister,z.B. eine Stunde für den Küchenaufbau 75€ berechne, dann ist es sicher ziemlich schräg für ihn, wenn er von mir einen Stundensatz von 240€ hört.
Reden wir darüber.Wir sind dann nicht auf einem Honorarbasar, aber wir können so leichter eine Meßlatte finden, die zu ihm und mir paßt. Das hat bisher immer geklappt. Die Kundennutzung ist damit fühlbar und die Kundenbindung sowieso.
Von: Ulrike Bergmann am 25.10.2010
Grüß Gott zusammen!
Gerade den letzten Kommentar von Sylvia finde ich sehr interessant. Entscheidend ist bei Honoraren immer: Was biete / erhalte ich dafür? Wenn das Preis-/Leistungsverhätnis nicht vermittelt wird, ist es auch schwierig, einen (angemessenen) Preis zu verlangen. Und da gibt es gerade im Coachingbereich eine große Bandbreite.
Einen anderen Aspekt finde ich auch noch wichtig: Gerade bei Frauen erlebe ich immer wieder, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken, beim Friseur 100 Euro oder mehr hinlegen, während sie zurückschrecken, wenn es darum geht, Geld in die eigene Entwicklung zu investieren. Stimmt da das Verhäntnis? Immerhin habe ich von einem guten Coaching länger etwas als von einem guten Haarschnitt wink
In jedem Fall ist es ein wichtiges Thema! Herzlichen Dank, Gitte, dass Du es aufgegriffen hast.
Herzliche Herbstgrüße
Ulrike
Von: Kerstin Hoferer am 25.10.2010
Ich bin selbst Beraterin und Coach und ich habe auch immer überlegt, was ich denn für eine Stunde nehmen könnte.
Dabei war auch immer mein Gedanke im Hintergrund, was würde ich selbst dafür bezahlen wollen, bzw. was könnte ich mir selbst leisten.
Denn, was nützt einem ein Kraftvolles Coaching, wenn man dann überlegt, wie man die restlichen Rechnungen, die noch im laufe eines Monats kommen, bezahlen kann.
Schließlich hat nicht jeder ein Gehalt wie ein Top-Manager.
Es gibt viel zu viele im Niedriglohnsektor, die gerne etwas in ihrem Leben verändern möchten, aber leider das nötige Kleingeld dazu nicht haben.

Herzliche Grüße
Kerstin Hoferer
Von: Anja Schnake am 25.10.2010
Wie immer ist in vielen Meinungen überall etwas drin wozu ich "JA" sagen kann. Die Frage der Verhältnismäßigkeit unserer Preise auf dem Coachingmarkt hängen nicht nur von unserem Selbstvertrauen und unserer guten Leistung ab, sondern auch von unserer Zielgruppe. Natürlich zahlt ein Manager einer Firma einen anderen Preis, als die Hausfrau, die sich mutig aufmacht und ihren Wiedereinstieg ins Berufsleben planen möchte. Da ist das Erstgespräch und eine gewisse Flexibilität eine gute Vorraussetzung. Trotzdem, danke Gitte, für die Ermutigung "unser Geld wert" zu sein! Herzliche Grüße
Anja Schnake
Von: Jürgen Gräbel am 25.10.2010
Wie immer hängt bei der Frage ums liebe Geld sehr viel an der persönlichen Einstellung und am eigenen Selbstwertgefühl.
Wenn ich nicht selbst davon überzeugt bin, dass ich mit meiner Leistung meinen Kunden einen großen Nutzen biete, dann habe ich bereits verloren.
Selbstverständlich kommt es auch die Zielgruppe an. Aber was nützt die größte Zielgruppe, wenn man von den Einnahmen trotz Vollauslastung weder leben noch Vorsorge leisten kann. Da hilft auch der beste Ruf und die größtmögliche Weiterempfehlung nichts.
Von: Lioba Jung am 25.10.2010
Manchmal ist die Lösung nicht, die Preise zu erhöhen, sondern die Leistung etwas zu vereinfachen und die Preise zu halten. Früher habe ich oft 45-60min pro Kunde investiert, weil ich extrem sorgfältig war und auch viel dokumentiert habe. Dann wurde mir klar, dass es für den Preis nicht geht. Anstatt die Preise zu erhöhen, habe ich gemerkt, dass das 80/20 Prinzip total anwendbar ist und die Kunden (und ihre Pferde) genauso zufrieden sind, wenn ich nur 30-40 min investieren.

So habe ich mehr Geld und alle sind zufrieden.
Von: Gitte Härter am 26.10.2010
Hallo zusammen,

danke für Erfahrungen und Tipps - da kommt ja jetzt schon eine interessante Diskussion zustande, die sich hoffentlich die nächsten Tage auch fortsetzt.

Ich habe vorhin den ersten Beitrag eingestellt, täglich folgen weitere: bei manchen Fragen geht es darum, eigene Lösungsansätze zu finden - bei anderen Beiträgen werde ich konkrete Tipps dazu geben.

Sie sind herzlich eingeladen, mich jeweils zu ergänzen und eigene Erfahrungen und Überlegungen zu teilen.

Viele Grüße
Gitte
Von: Elisabeth Peitl am 26.10.2010
Ich bin auch der Meinung, dass die Zielgruppe entscheidend ist.

In einer Firma kann ich für ein Seminar fast doppelt so viel verlangen als privat angeboten.

Ich arbeite auch mit Kindern und Familien. Diese Gruppe ist einfach nicht bereit hohe Preise zu zahlen und darauf stelle ich mich ein.

Grüße an alle
Elisabeth
Von: Matthias Talmeier am 28.10.2010
Hallo Gitte,
welch'ein wichtiges und brisantes Thema!;-)

Bzgl. Preisgestaltung habe ich die Erfahrung gemacht:
Was zu teuer ist "braucht" man plötzlich nicht mehr - obwohl es anfangs einen völlig anderen Eindruck machte.

Auch mir selber geht es so, was ich mir grad nicht leisten kann, "brauche" ( möchte) ich plötzlich nicht mehr, egal wie oft ich schon davon geträumt hatte -
so einfach kann das Leben ticken wink

Viele Grüße
Matthias

PS: Ich glaube, es ist das große Kunststück, Angebote so zu kalkulieren, daß die Leute es immer noch "wollen"/ "brauchen" und dabei darauf zu achten, daß man als Anbieter nicht auf der Strecke bleibt! Die Balance zu finden ist nicht einfach...
Von: Volkert Brammer am 29.10.2010
Hallo Gitte,

vielen Dank für dieses Thema und die so klaren Fragen. Sie weisen bereits beim Beantworten auf anstehende Veränderungen hin.

Preise sind ja relativ und haben an sich nichts mit einem Gefühl zu tun. Das Gefühl kommt ja erst dann ins Spiel, wenn wir unsere Leistungen den Kunden anbieten wollen. Vorher steht die konkrete Berechnung eines Stunden- und Tagessatz, den man mindestens nehmen sollte, um seine Kosten zu bestreiten (siehe Berechnung von Ralf). Auch die laufenden Investionen in das eigene Business und die wachsenden Fähigkeiten sollten sich auf Dauer auf den Preis niederschlagen.

Hilfreich finde ich auch mal zu überprüfen, was andere Dienstleister, z.B. Handwerker, ITler, der Friseur (natürlich nicht der um-die-Ecke oder für 10 €) nehmen. Oder auch zu sehen, wofür wir, ohne zu zucken, Geld aus dem Portemananee auf die Ladentheke befördern, weil uns der Gegenwert angemessen erscheint.

So gesehen relativieren sich viele Bauchschmerzen: "Darf ich das nehmen", "Ist das nicht zuviel",... Und man kommt zu mehr Wahlfreiheit, wie z.B. Preise auf die Zielgruppe abzustimmen, genauer hinsehen, wieviel Arbeitszeit man in Rechnung stellt, Leistungen bündeln, wo weiche ich von meiner Preisgestaltung ab.
Von: Maria Ast am 16.11.2010
Hallo und Guten Morgen, als die Woche lief, hatte ich keine rechte Zeit mitzumachen und nun habe ich nachgearbeitet und alle Kommentare nachgelesen.

Ergebnis: Ich werde mir den Kurs von Gitte: "Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern" nochmal vornehmen und endlich doch meine Website entsprechend neu aufstellen. Da kommen Führungskräfte, die ich mittlerweile coache, und für die Geld nicht die wirklich zentrale Rolle spielt, z.B.gar nicht vor.

Wunderbar hat das funktioniert mit dem Telefoncoaching: Kaum hatte ich mich endlich aufgerafft, es auf die Website zu setzen, lief's und läuft's rund. Und: Da hat bisher noch niemand über den Preis gemeckert, im Gegenteil, ich überlege, ob ich ihn erhöhe.
Da scheinen Coach und Kunde sich echt gefunden zu haben. Ich liebe es, zu telefonieren grin!!!

Also, was sagt mir das alles:
Frau muss noch be-greifbarer werden für die Kundinnen/Kunden, in dem, was sie GENAU für WEN anbietet. Das predigt Gitte ja immer wieder: konkret, konkret, konkret. Und genau das werde ich mal wieder beherzigen - und auf geht's!

Danke, liebe Gitte, mal wieder grin für Deine weiterbringenden Anregungen und Fragen.
Maria Ast
Von: Gitte Härter am 16.11.2010
Hallo Maria,

das finde ich toll, dass Du "nachgearbeitet" hast (wie das klingt) und Dir jetzt auch mit dem Kurs die Leistungen noch mehr vorknöpfst. Das freut mich riesig!

Gratuliere nochmals zur erfolgreich eingeführten Telefoncoachingsvariante. Das ist ja wieder ein Bilderbuchbeispiel auch für das Thema vom Montag mit dem erfolgreichen Interpretieren.

Einen schönen Tag
Gitte

 

Anmerkung schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

 

 

Bestellen Sie unseren kostenlosen Kickletter: Jede Woche Tipps und Ideen für Ihre Selbstständigkeit.

 

E-Mail-Adresse:

RSSOder unseren RSS-Feed abonnieren.

 

Unsere aktuellen Selbstlernkurse:

 

Kategorien

 

Die letzten Kommentare

Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Kerstin Frenzel  16.05

Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Ulrike Bergmann  15.05

Wo stehe ich mit meinem Business?
Soheila Mojtabaei  15.05

Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
Sabine Weiss  15.05

Die Kunden, die ich haben will: Filter setzen
monika maria walter  14.05

 

7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!

Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...

111 Annahmen ...

... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen

 
 
Erfolgreiche E-Mail-NewsletterWebseiten, die verkaufenProfilbildung für Selbstständige